{"id":11374,"date":"2023-07-07T12:49:47","date_gmt":"2023-07-07T12:49:47","guid":{"rendered":"https:\/\/magiccarpets.at\/?p=11374"},"modified":"2023-07-07T12:49:47","modified_gmt":"2023-07-07T12:49:47","slug":"drei-tiroler-kuenstlerinnen-auf-artist-in-residency-reisen-in-italien-polen-und-portugal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/magiccarpets.at\/de\/aktuelles\/drei-tiroler-kuenstlerinnen-auf-artist-in-residency-reisen-in-italien-polen-und-portugal","title":{"rendered":"Drei Tiroler K\u00fcnstlerinnen auf Artist-in-Residency Reisen in Italien, Polen und Portugal!"},"content":{"rendered":"<p>Im Rahmen von <strong>\u201cMagic Carpets \u2013 European Platform Project\u201d<\/strong> diesen Juni und Juli hat openspace.innsbruck die beiden ukrainischen K\u00fcnstler:innen <strong>Yulia Kostereva und Yuriy Kruchak mit ihrer Plattform \u201cOpen Place\u201d<\/strong> f\u00fcr eine vierw\u00f6chige Artist-in-Residence nach Innsbruck eingeladen. W\u00e4hrend ihres Aufenthalts werden die beiden K\u00fcnstler:innen, gemeinsam mit lokalen Partner:innen, Gemeinschaften und K\u00fcnstlerinnen am Thema \u201cCommon Landscape\u201d arbeiten. Im Zuge dessen entsteht ein Programm an Interviews und \u00f6ffentlichen Workshops, der Kurs und ein K\u00fcnstler:innengespr\u00e4ch w\u00e4hrend der \u201cKunstraum Innsbruck\u201d \u201cSummer School\u201d sowie eine ortsspezifische Installation als Pr\u00e4sentation ihres Innsbrucker Prozesses. Vor einer Woche haben wir ein lokales K\u00fcnstlerduo ins Magic Carpets eingeladen \u2013 <strong>Juri Velt und Johannes Reisigl<\/strong> , um ein Projekt durch ihre Ansicht der \u201cgemeinsamen Landschaft\u201d zu entwickeln. Es ist etwas ganz Besonderes, Teil der Atmosph\u00e4re im Open Space zu sein, die sich in horizontalem Austausch, Reflexion und inspirierendem Lernen widerspiegelt.<\/p>\n<p><strong>Neben dem Aufenthalt internationaler K\u00fcnstler:innen in Innsbruck ist es openspace.innsbruck gelungen, lokalen K\u00fcnstler:innen M\u00f6glichkeiten f\u00fcr internationale Mobilit\u00e4t zu bieten.<\/p>\n<p>In den kommenden Monaten werden so drei Tiroler K\u00fcnstlerinnen zu Auslandsaufenthalten innerhalb Magic Carpets Artist-in-Residncy aufbrechen:<\/p>\n<p>\u2022 Julia Jenewein nach Rom, Italien \u2013 eingeladen von \u201cLatu\u00edtudo Art Projects\u201d<br \/>\n\u2022 Teresa Stillebacher nach Wroc\u0142aw, Polen \u2013 eingeladen von \u201cWroc\u0142awski Instytut Kultury\u201d<br \/>\n\u2022 Judith Klemenc nach Guimaraes, Portugal \u2013 eingeladen von \u201cIdeas Emergentes\u201d \/ \u201cContextile Biennial\u201d in Guimaraes<\/strong><\/p>\n<p><strong>Judith Klemenc (ist grade im Portugal)<br \/>\nIdeas Emergentes (Guimaraes, Portugal)<br \/>\nJuni bis August 2023<br \/>\nwww.judithklemenc.at<br \/>\nwww.ideiasemergentes.pt<\/strong><\/p>\n<p>Biografie<br \/>\nJudith Klemenc ist Autor*in, K\u00fcnstler*in und Universit\u00e4tsassistentin in Innsbruck\/Berlin. In ihrer Arbeit setzt sie sich intensiv mit dem wirklichkeitsstiftenden und transformatorischen Potential von Bewegung auseinander. Entlang der subtilen Differenzlinien zwischen K\u00f6rper, Leiblichkeit und Sprache ist es immer wieder die Frage der soziale Anrufung, die Genese von Leiblichkeit, die zur Disposition steht. Theoretische und k\u00fcnstlerische Auseinandersetzung m\u00fcndet in eine \u00e4sthetische\/aisthetische und umso transformativere FormenSprache. Darin zeigt sich wesentlich die Handschrift Klemencs: Kritik an bild- und sprachimmanenten Strukturen von gesellschaftspolitischer Gewalt findet nie von au\u00dfen statt, sondern regt sich immer schon inmitten der Verh\u00e4ltnisse. Ihre Arbeit bleibt nicht bei der Kritik stehen, sondern vermag es bereits, neue Assoziationen zu mobilisieren und menschenw\u00fcrdige Reflexionsr\u00e4ume zu er\u00f6ffnen. Ein ethisch-\u00e4sthetischer\/aisthetischer Anspruch wird somit zentral: die Anerkennung aller* Menschen in ihren unterschiedlichen Verletzbarkeiten.<br \/>\nVerletzbarkeiten.<\/p>\n<p>Thema: Threading along vulnerable spaces (F\u00e4denLegen entlang verletzbare R\u00e4ume)<\/p>\n<p>Auf den Kontext von Guimar\u00e3es und seine reiche Geschichte von Textilkulturen und T\u00f6pferpraktiken reagierend, m\u00f6chte Judith Klemenc die formalen und konzeptionellen Beziehungen zwischen den beiden Medien reflektieren. Darauf aufbauend wird sie, gemeinsam mit der lokalen Community, eine Reihe von Arbeiten entwickeln, die am Ende ihres Aufenthalts in einer Ausstellung pr\u00e4sentiert werden.<br \/>\n\u201cEs sind ErinnerungsF\u00e4den, die neue und andere (Lebens)Muster auf Fliesen er\u00f6ffnen als auf jene, die jedes historische Haus in Guimaraes kleiden. Es sind selbstgemachte Fliesen gestaltet mit den H\u00e4nden von den Menschen, die teilweise unter menschenunw\u00fcrdigen Arbeitsbedingungen in Textilfabriken arbeiteten: Ein FadenLegen zu einer sprachlosen Geschichte..<br \/>\nDie S\u00e4ulen der 400 qm gro\u00dfen Ausstellungshalle in Guimaraes werden mit den FadenFliesen ummantelt. Ein Mantel, der wortlos auf einen unsichtbargemachten Faden der historischen Stadt auftut.<br \/>\nEs sind ErinnerungsStoffe, die neue und andere (Lebens) R\u00e4ume in dem Ausstellungsraum er\u00f6ffnen. Es sind selbstgestaltete R\u00e4ume kreiert mit den produzierten Stoffen der Textilfabrik: Verletzbare R\u00e4ume.<br \/>\nDie Ausstellungshalle wird mit den VerletzbarkeitenR\u00e4umen durchbrochen. Ein Hinein-, Hinaus und Durchgehen \u2026 Ein Tanzen \u2026 zwischen den S\u00e4ulen, um die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft in einem respektvollen Mit- und Untereinander lebendig zu halten. Ein Tanzen, das sich zur Er\u00f6ffnung in einer Performance zeigen wird.\u201c \u2014 Judith Klemenc<\/p>\n<p><strong>Julia Jenewein (startet ihre Reise schon am 7. Juli)<br \/>\nLatitudo Art Projects (Rom, Italien)<br \/>\nJuli bis September 2023<br \/>\nwww.juliajenewein.com<br \/>\nwww.latitudo.net<\/strong><strong><\/p>\n<p>Biografie<br \/>\nJulia Jenewein ist Theaterregisseurin, Performancek\u00fcnstlerin und Kulturarbeiterin aus Innsbruck, \u00d6sterreich. In ihrer Arbeit inszeniert sie vor allem zeitgen\u00f6ssische Theaterst\u00fccke, schreibt und kreiert aber parallel dazu auch Performances mit einer Vision von Theater, die \u201cliebevoll, kritisch, wach und feministisch\u201d ist. Sie liebt es, verschiedene K\u00fcnste und K\u00fcnstler:innen zu vereinen und diese gemeinsam auftreten zu lassen, um Theater zu einer lebendigen und gelebten Erfahrung zu machen.<\/p>\n<p>Thema: Aeneas Mythos<\/p>\n<p>In Zusammenarbeit mit dem italienischen K\u00fcnstler Filippo Riniolo wird Julia Jenewein eine Reihe von Druck-, Collage- und Theaterworkshops mit Kindern und Jugendlichen durchf\u00fchren, in denen Masken und performative Aktionen entstehen.<br \/>\n\u201eGemeinsam mit dem italienischen K\u00fcnstler Filippo Rinioli werde ich, in f\u00fcnf unterschiedlichen r\u00f6mischen Stadtteilen (Corviale, Trullo, Labaro, Laurentino und Tufello), dazu Workshops f\u00fcr Kinder im Alter von 6-10 Jahren abhalten. Filippo und ich haben uns dazu entschieden, den jeweiligen Orten passende Gottheiten zuzuteilen und mit den Kindern den Aeneas Mythos, den Entstehungsmythos Roms, neu zu interpretieren und sozusagen ein \u201ezeitgem\u00e4\u00dfes\u201c, individuelles Rom zu erscha\ufb00en. Daf\u00fcr werden wir in Kooperation Masken, evt. auch Kost\u00fcme und Requisiten basteln als auch, mithilfe von Rollenspiel- und Performancetechniken eine Abschlussau\ufb00\u00fchrung inszenieren.\u201c\u2014 Julia Jenewein<\/p>\n<p><strong>Teresa Stillebacher<br \/>\nWroc\u0142awski Instytut Kultury (Wroc\u0142aw, Polen)<br \/>\nSeptember bis October 2023<br \/>\nwww.teresastillebacher.eu<br \/>\nwww.instytutkultury.pl<\/strong><\/p>\n<p>Biografie<br \/>\nTeresa Stillebacher studierte Architektur in Innsbruck. Ihre interdisziplin\u00e4re Praxis bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Architektur, Kunstperformance und Interventionen im \u00f6\ufb00entlichen Raum. Sie lebt und arbeitet in Innsbruck und Wien und hat seit 2018 ihr eigenes Studio (www.teresastillebacher.eu), mit dem sie gemeinsam mit Lino Lanzmaier Projekte in verschiedenen Bereichen der Architektur, von der Innenraum- bis zur Stadtraumgestaltung, entwickelt und umsetzt. Sie ist Senior Scientist am \/studio3 \u2013 Institut f\u00fcr experimentelle Architektur in Innsbruck, wo ihr Forschungsschwerpunkt auf multidisziplin\u00e4ren 1:1 design build Projekten liegt.<\/p>\n<p>Thema: La grande bou\ufb00e<\/p>\n<p>Gemeinsam mit dem Innsbrucker Kollektiv \u201cAesthetic Athletics\u201d und Einwohner:innen von Wroc\u0142aw plant Teresa Stillebacher die Realisierung einer r\u00e4umlichen Intervention in Form einer o\ufb00enen K\u00fcche im \u00f6\ufb00entlichen Raum.<br \/>\n\u201cDer Plan ist, die Bewohner:innen von Wroc\u0142aw zu ermutigen, gemeinsam zu bauen sowie Essgewohnheiten, lokale und ausl\u00e4ndische Rezepte auszutauschen. Jeder und jede, der\/die mitmacht, ist eingeladen, mit seinen\/ihren Rezepten zu einem gro\u00dfes Buch beizutragen, das durch Dokumentation der Performance-Events in verschiedenen Medien, wie beispielsweise gesammelte Zeichnungen, Fotos, Texte oder photogrammetrische Fl\u00e4chenscans der Landschaften, erg\u00e4nzt wird. Ein Gericht funktioniert nicht ohne seine verschiedenen Zutaten, von denen jede ihren Teil beitr\u00e4gt. Ein Tisch funktioniert nicht ohne das Miteinander. Allein zu essen macht keinen Spa\u00df. Noch weniger, wenn man nur f\u00fcr sich selbst kocht. Keiner bekommt wohl eine Tomate an den Kopf, wer n\u00e4ht jemandem den Finger an, wenn man ihn abschneidet, und das gro\u00dfe Fragezeichen: Wer versalzt eigentlich die Suppe, wenn man nicht verliebt ist? Jeder und jede ist eingeladen, jeder und jeder darf abwesend sein. Vielleicht bekommen wir einen Michelin- Stern oder wir kotzen \u2013 Hauptsache, wir machen es gemeinsam.\u201d \u2014 Teresa Stillebacer<\/p>\n<p>\u201eMagic Carpets\u201c ist eine \u201cCreative Europe\u201d-Plattform, die 16 europ\u00e4ische Kultureinrichtungen vereint, die aufstrebenden K\u00fcnstler*innen die M\u00f6glichkeit bieten, auf internationale Reisen zu gehen und gemeinsam mit lokalen K\u00fcnstler*innen und lokalen Communities neue Werke zu schaffen, die lokale Besonderheiten hervorheben und den Mangel an Narrationen in der modernen Gesellschaft ausgleichen, indem sie die kulturelle Zug\u00e4nglichkeit, den kulturellen Aktivismus und die Partizipation f\u00f6rdern. Das Projekt \u201eMagic Carpets\u201c wird von der EU im Rahmen des Programms \u201eCreative Europe\u201c gef\u00f6rdert, von openspace.innsbruck in \u00d6sterreich durchgef\u00fchrt und von der Stadt Innsbruck, dem Land Tirol und dem Bundesministerium f\u00fcr Kunst, Kultur, \u00d6ffentlichen Dienst und Sport unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Organisation: openspace.innsbruck<br \/>\nMagic Carpets Austria Kuratorin\/ Projekt Leiterin : Danijela Oberhofer Tonkovic<br \/>\nProjekt managing partner: Charly Walter<\/p>\n<p>Links:<br \/>\nopenspace.innsbruck: com https:\/\/www.instagram.com\/openspace.innsbruck<br \/>\nMagic Carpets Austria: www.magiccarpets.at<br \/>\nMagic Carpets: www.magiccarpets.eu<br \/>\nKunstraum Innsbruck Summer School: https:\/\/www.kunstraum-innsbruck.at\/termine\/common_landscape<br \/>\nOpen Place (Yulia Kostereva and Yuriy Kruchak): www.openplace.com.ua\/en<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen von \u201cMagic Carpets \u2013 European Platform Project\u201d diesen Juni und Juli hat openspace.innsbruck die beiden ukrainischen K\u00fcnstler:innen Yulia Kostereva und Yuriy Kruchak mit ihrer Plattform \u201cOpen Place\u201d f\u00fcr [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":11230,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-11374","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/magiccarpets.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11374","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/magiccarpets.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/magiccarpets.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/magiccarpets.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/magiccarpets.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11374"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/magiccarpets.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11374\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/magiccarpets.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11230"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/magiccarpets.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11374"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/magiccarpets.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11374"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/magiccarpets.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11374"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}